Trauriger Abschied von Tiger Hammlet

27.08.2019

Der Tierpark Hamm nimmt traurig Abschied von Tiger Hammlet. Der 11-jährige Sibirische Tiger ist am vergangenen Samstagabend unerwartet nach hochakutem Krankheitsgeschehen verstorben. Trotz sofort ergriffener medizinischer Maßnahmen konnte der tragische Verlauf nicht verhindern werden. Eine umgehend durchgeführte pathologische Untersuchung ergab als Todesursache ein akutes Herzversagen, verursacht durch einen großen Tumor unmittelbar vor dem Herzen.

Die langjährige Leiterin des Raubtierrevieres, Claudia Marschner, hat Hammlet fast täglich gepflegt und stand dem Tiger sehr nahe: „Hammlet war ein besonders sanfter und umgänglicher Kater und sein Tod kommt für uns unerwartet. Sibirische Tiger können einige Jahre älter werden und Hammlet zeigte noch keinerlei Anzeichen von Altersmüdigkeit. Er wird uns allen sehr fehlen.“ 

Hammlet wurde am 13. August vor elf Jahren mit vier weiteren Geschwistern in Hamm geboren und blieb als einziger von ihnen im Tierpark. Seine Schwester „Kira“ wurde mit einem gleichnamigen Weibchen getauscht, allerdings war die Verwandtschaft zwischen ihr und Hammlet durch den gleichen Vater doch so nah, dass von einer Nachzucht in Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes abgesehen werden musste.

„Wir sind sehr traurig, dass uns dieses stolze und beeindruckende Tier verlassen hat“, so Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, der Hammlet als Taufpate damals noch auf dem Arm halten konnte. „Schließlich haben wir uns im Rahmen des Entwicklungskonzeptes 2025 auch dazu entschieden, in die Anlage der Tiger zu investieren und diese deutlich zu vergrößern und zu verbessern.“

Kira wird die Anlage nun ohne Weiteres alleine bewohnen. Sibirische Tiger sind eigentlich Einzelgänger und ein neuer Kater würde mit großer Wahrscheinlichkeit von ihr nicht geduldet werden. Konzeptionell steht die Haltung von Tigern in Hamm und die damit verbundene Investition in das Tigergehege zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Frage.  „Wenn solch ein seltenes und besonderes Tier verstirbt, darf man sich erst einmal Zeit für den Abschied nehmen. Kira geht es derzeit sehr gut und es besteht kurzfristig keine Notwendigkeit zum Handeln“ antwortet Geschäftsführer Kay Hartwich auf die Frage, ob das Konzept des Tierparkes ‚Vom Tiger bis zur Maus’ nun infrage steht. „Uns ist seit längerem bewusst, dass wir in das Tiger-Gehege investieren müssen und perspektivisch haben wir das auch genauso vor.“

Aus Sicht des Artenschutzes ist es für Zoos wichtiger denn je, die Bestandszahlen der stark gefährdeten Sibirischen Tiger in freier Wildbahn im Auge zu behalten. Nach Angaben des WWF aus dem Jahr 2015 gibt es nur noch rd. 500 Tiere auf der ganzen Welt.

 

Kontaktperson Presseinformation:

 

Kay Hartwich, Geschäftsführer Tierpark Hamm

Telefon:            02381 – 57966

E-Mail:             hartwich@tierpark-hamm.de

Internet:           www.tierpark-hamm.de

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