Rückblick auf das Jahr 2025 im Tierpark Hamm

Der Tierpark Hamm gehört weiterhin zu den beliebtesten Ausflugszielen für Familien in Hamm und der Umgebung. Das zeigen die Besucherzahlen für 2025. Auch im vergangenen Jahr konnte die Grenze von 300.000 Besuchern deutlich übertroffen werden. Insgesamt 363.178 Besucher zählte der Tierpark im vergangenen Jahr - davon sind 340.720 zahlende Besucher über drei Jahre. „Dies ist deutlich mehr, als wir Anfang des Jahres geplant hatten, jedoch erreichen wir damit nicht das Rekordniveau von 350.067 zahlenden Besuchern in 2024.“, erklärt Tierpark Geschäftsführer Sven Eiber.
Eine deutliche Steigerung gab es hingegen bei den Gästen, die den Park mehrmals im Jahr besuchen. Immer mehr Familien investieren nämlich in eine Jahreskarte. Über 3.800 Jahreskarten hat der Park im vergangenen Jahr ausgestellt – 2024 waren es nur knapp 2.200.
Der besucherstärkste Monat war der August. In dem Sommermonat nutzten über 48.000 Besucher die warmen Temperaturen für einen Ausflug in den Hammer Tierpark. Ein Loch in die Besucherstatistik rissen allerdings die verregneten Herbstferien. 

2025 hatte viele positive, aber auch negative Ereignisse

Der Park blickt mit so vielen Besuchern auch erneut auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neben vielen Events, wie den bereits etablierten Tastings oder dem Artenschutztag, feierten auch neue Veranstaltungen Premiere. So gab es die ersten Märchenreisen, bei denen kleine Märchen mit einer Führung durch den Park kombiniert wurden, und die ersten After-Work Abende, die mit Cocktails und DJ-Musik zur Afrikavoliere einluden. Fortsetzungen sind auch für dieses Jahr geplant.
Auch baulich hat sich in 2025 viel im Tierpark Hamm getan: So konnten sich die Gescheckten Bergschafe und Zwergziegen über ein umgestaltetes Gehege mit einem neuen vergrößerten Stall freuen. Eine umgestaltete Anlage erhielten ebenfalls die Wasserböcke und Kronenkraniche. Auch die Zebras und Elenantilopen freuen sich über mehr Platz: als eines der letzten Projekte im vergangenen Jahr wurde die ehemalige Lama-Anlage an die Afrikaanlage angeschlossen. Die Hausyaks gingen ebenfalls nicht leer aus: Auch ihr Gehege wurde umgestaltet – ebenfalls mit einem Vorteil für die Besucher. Der vorherige grüne Zaun wurde gegen einen Holzzaun ausgetauscht. So erhalten die Besucher einen näheren Kontakt zu den Tieren.
Neben viel Nachwuchs sind aber auch einige ganz neue Tierarten in den Tierpark Hamm eingezogen. Dazu gehört beispielsweise ein Pärchen der Trompeterhornvögel. Für einige Wochen lebten zudem einige Gelbbauchunken in Hamm, die im Tierpark gezüchtet wurden. Damit setzte sich der Park zum ersten Mal für ein regionales Artenschutzprojekt ein, da die Gelbbauchunken in Nordrhein-Westfalen stark vom Aussterben bedroht sind. 40 Nachzuchten zählte der Park, die im Anschluss in einem Naturschutzgebiet im Kreis Soest ausgewildert wurden. Für dieses Projekt arbeitete der Park mit der ABU Soest zusammen – eine Fortführung und Ausweitung der Zusammenarbeit ist für das Jahr 2026 fest geplant.
Doch 2025 hatte der Tierpark Hamm auch traurige Neuigkeiten zu vermelden: Zwei Besucherlieblinge sind im hohen Alter verstorben. Im Juni musste sich der Tierpark von Puma Timo verabschieden, der nach einem komplizierten Bruch am Oberarm eingeschläfert werden musste. Im September nahm der Park Abschied vom Borneo-Gibbon Mann Franz, der mit fast 60 Jahren verstorben ist. Seitdem kümmern sich die Tierpfleger noch intensiver um seine ehemalige hoch betagte Partnerin Franziska. 

Neuer Aufsichtsrat für den Tierpark

Die Kommunalwahl im vergangenen Jahr hatte auch Auswirkungen auf den Tierpark Hamm. Es hat sich ein neuer Aufsichtsrat gebildet. Vorsitzende ist nun Theresa von Bischopink (SPD). Neben ihr gehören nun auch Christian Fecke, Jan Ole Trautmann, Robin Berghaus, Jörg Mösgen, Hans-Ulrich Dörfer und Anita Heinemann zum Aufsichtsrat des Tierparks.

2026 bringt neue Bewohner, Events und Bauprojekte in den Tierpark Hamm

In diesem Jahr verfolgt der Tierpark Hamm weiterhin den Plan sich baulich weiterzuentwickeln. So soll in der zweiten Jahreshälfte die ehemalige Nutriaanlage abgerissen werden, um den Bereich an die Wohngemeinschaft der Spornschildkröten, Dik-Diks und Witwenpfeifgänse anzuschließen. Über neue Ställe sollen sich in Zukunft die Guanakos und Tiere am Bauernhof freuen und auch die Fossa-Anlage erhält in diesem Jahr einen neuen, einsehbaren Innenbereich. Eine Baumaßnahme wird bereits seit dem Jahreswechsel umgesetzt: Die große Afrikaanlage wird umgebaut, um Platz für eine ganz neue Tierart zu machen, die im Frühling in Hamm einziehen soll.
Besucher dürfen sich aber auch in diesem Jahr über altbewährte Events, wie den beliebten Tastings, der Märchenreise, dem After-Work, Yoga oder auch den Artenschutztag freuen. Doch auch neue Events sind bereits in Planung. Die geplanten Events und Projekte zeigen: Der Tierpark Hamm entwickelt sich auch im Jahr 2026 kontinuierlich weiter. Nicht nur um für große und kleine Besucher und Besucherinnen ein attraktives Freizeitziel zu sein, sondern auch um die Haltungsbedingungen für seine Bewohner weiterhin zu optimieren.

Frau und Mann stehen vor drei Trampeltieren

Tierpark Hamm schützt sich vor Vogelgrippe

In Hamm gibt es seit den Weihnachtsfeiertagen einen Fall der gefährlichen Geflügelpest. Betroffen ist ein Putenmastbetrieb im Hammer Stadtgebiet. Auch der Tierpark Hamm trifft nun vorbeugende Schutzmaßnahmen. Die Volierender Nachtreiher und der Sittiche sind auf dem Dach mit Planen abgedeckt, außerdem sind diese nicht mehr für Besucher begehbar. Viele andere Vögel befinden sich im Stall und sind nicht immer für Besucher sichtbar. Dazu gehören beispielsweise die Emus und Nandus. Während die Pfauen derzeit im Innengehege der ehemaligen Puma-Anlage leben, sind die Witwenpfeifgänse im Haus der Schildkröten und dort sogar für Besucher erkennbar. 
Dies sind alles vorbeugende Schutzmaßnahmen, um einen Ausbruch der Vogelgrippe im Tierpark Hamm zu vermeiden. Aktuell gibt es im Park selbst keinen positiven Fall - alle Tiere sind gesund.

Hühner in einem überdachten Stall

Über 50.000 Euro für den Artenschutz: Tierpark Hamm spendet an Projekte

Kurz vor Weihnachten gibt es im Tierpark Hamm bereits die erste Bescherung: Der Park spendet über 50.000 Euro an verschiedene Artenschutzprojekte. Mit dieser Summe toppt der Park noch einmal den Spendenbetrag aus dem vergangenen Jahr – dort waren es bereits 40.000 Euro. „Wir bedanken uns bei allen Besuchern, die uns in diesem Jahr besucht und diese Summe ermöglicht haben.“, sagt Tierparkdirektor Sven Eiber. 
Ein großer Anteil dieser Spendensumme kommt vom Artenschutzeuro, den die Besucher beim Ticketkauf an der Kasse oder im Online-Shop freiwillig tätigen können. Zudem geht ein Teil der Teilnahmegebühren der verschiedenen Events, wie der Gin-Safari oder dem Wein- und Biertasting an den Artenschutz. Alle Einnahmen durch das diesjährige Yogaevent im Park gehen komplett an die Stiftung Artenschutz, während das Kaffeetasting im vollen Umfang für das „Zootier des Jahres“ veranstaltet wurde. Auch durch den Verkauf in unserem Shop über das Artenschutzregal und die Herzhütte auf dem Weihnachtsmarkt konnten Spenden gesammelt werden.
Doch auch die kleinsten Besucher im Tierpark können etwas Gutes für den Artenschutz leisten. Eine Fahrt mit dem beliebten grünen Spielpilz kostet lediglich 0,50 €. Alle Einnahmen durch dieses Spielgerät werden ebenfalls an die Artenschutzprojekte gespendet, die der Park unterstützt.

Tierpark Hamm fördert sechs Artenschutzprojekte 

Das Gürteltier stand in diesem Jahr häufig im Fokus, da es das „Zootier des Jahres“ 2025 war. Jedes Jahr wird mit dieser Kampagne eine Tierart in den Vordergrund gerückt, die stark vom Aussterben bedroht ist. Die Zoologische Gesellschaft für Arten und Populationsschutz e. V. (ZGAP) unterstützt wenig bekannte aber dennoch stark gefährdete Tierarten. Ein weiterer enger Partner ist der Verein „Rettet den Drill“, der sich um den Erhalt des Drills in seinem natürlichen Lebensraum einsetzt. Dort stehen Zucht- und Auswilderungsprojekte in Nigeria und Kamerun im Fokus. Im Tierpark Hamm lebt sein nächster Verwandter: der ebenfalls stark gefährdete Mandrill. Seit dem vergangenen Jahr unterstützt der Tierpark ebenfalls „Plumploris e.V.“ der beschlagnahmte Plumploris rettet und in ihrem natürlichen Lebensraum in Südostasien auswildert. Um bedrohte Reptilien, Amphibien und Fische kümmert sich hingegen „Citizen Conservation“. Die Organisation bringt zoologische Einrichtungen und private Artenschützer mittels gemanagten Zuchtprogrammen zusammen. Die Stiftung Artenschutz ist eine Initiative von zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen. Sie setzt sich für einen langfristigen Schutz und den Erhalt von bedrohten Tierarten und deren Lebensräume ein. Mit den Geldern des Tierparks Hamm wird ein langfristiges Lemurenschutzprojekt auf Madagaskar unterstützt.

Artenschutz auch in Zukunft ein großes Thema in Hamm

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr namhafte Artenschutzprojekte finanziell unterstützen können“ freut sich Tierpark-Direktor Sven Eiber. „Artenschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben einer Zoologischen Einrichtung und unser Ziel muss es sein, die Anstrengungen diesbezüglich in Zukunft noch weiter zu intensivieren. Es spielt keine Rolle, ob es regionale Projekte vor der eigenen Haustür oder Projekte zur Arterhaltung in den entlegensten Teilen der Welt sind.“, so Eiber weiter. Der Tierpark Hamm hat in diesem Jahr zusammen mit der ABU Soest ein Projekt zu den hier heimischen Gelbbauchunken vorangetrieben. Zusammen konnten Nachzuchten, die im Tierpark zur Welt gekommen sind, in einem Naturschutzgebiet in Soest ausgewildert werden.

In den kommenden Jahren soll der Artenschutz ein immer größeres Thema im Tierpark Hamm werden. „Unser Ziel muss es sein, den Besuchern die von uns unterstützten Projekte im Tierpark näherzubringen und Jung und Alt für den Artenschutz zu begeistern.“ erklärt Sven Eiber.

Vier Personen stehen vor einer grünen Hecke mit weißen Schildern in der Hand