Tierpark Hamm passt seine Preise an

Bereits in den letzten zwei Jahren konnten Besucher die Artenschutzprojekte des Tierparks mit einer freiwilligen Artenschutzspende an der Kasse unterstützen. Allein im vergangenen Jahr waren es über 50.000 Euro, die gespendet werden konnten. Aufgrund der hohen positiven Resonanz und der überdurchschnittlichen Spendenbereitschaft der Besucher wird dieser Artenschutzeuro nun in Zukunft fest mit dem Ticketpreis verknüpft. Der Beitrag ist trotzdem weiterhin freiwillig und kann vor dem Ticketkauf aktiv abgewählt werden. Die generierten Einnahmen fließen weiterhin zweckgebunden in unsere Natur- und Artenschutzprojekte.

„Eine der wichtigsten Aufgabe einer modernen Zoologischen Einrichtung ist das Engagement im Natur- und Artenschutz. Deshalb nutzen wir den freiwilligen Artenschutzbeitrag weiterhin, um unsere bislang erfolgreichen Anstrengungen gegen den Verlust der Biodiversität weiter fortzuführen und auszubauen. Dabei freut es uns besonders, dass ein überragender Großteil der Besucherinnen und Besucher die Wichtigkeit dieser Artenschutzarbeit erkennt und unterstützen möchte.“ erläutert Tierpark Geschäftsführer Sven Eiber. 

Die neuen Preise

Für einen Tagesausflug bietet der Tierpark Hamm im Vergleich zu anderen zoologischen Einrichtungen in der Region einen äußerst günstigen Eintrittspreis. An diesem Konzept wird der Park weiterhin festhalten. Aufgrund der allgemeinen Preis- und Lohnsteigerungen ist jedoch auch der Tierpark Hamm gezwungen, in 2026 eine Eintrittspreisanpassung vorzunehmen. Die moderate Anpassung beträgt 1,00 € je Einzeltageskarte und 2,00 € für die Familientageskarte. Die Jahreskartenpreise steigen jeweils um 4,00 €. Die Preise für die Zooschulangebote, Führungen und in der Gastronomie bleiben aktuell auf dem Niveau des Vorjahres.

Erwachsene11,50 €*
Erwachsene ermäßigt9,00 €*
Kinder6,00 €
Kinder ermäßigt5,00 €
Schüler/Studenten8,50 €
Familientageskarte29,00 €**
Jahreskarte Familie95,00 €**
Jahreskarte Erwachsene55,00 €**
Jahreskarte Kind43,00 €
Jahreskarte Alleinerziehend75,00 €**

* inkl. 1,- € freiwilliger Artenschutzbeitrag / abwählbar
** inkl. 2,- € freiwilliger Artenschutzbeitrag / abwählbar

EIngangsschild am Tierpark Hamm

Rückblick auf das Jahr 2025 im Tierpark Hamm

Der Tierpark Hamm gehört weiterhin zu den beliebtesten Ausflugszielen für Familien in Hamm und der Umgebung. Das zeigen die Besucherzahlen für 2025. Auch im vergangenen Jahr konnte die Grenze von 300.000 Besuchern deutlich übertroffen werden. Insgesamt 363.178 Besucher zählte der Tierpark im vergangenen Jahr - davon sind 340.720 zahlende Besucher über drei Jahre. „Dies ist deutlich mehr, als wir Anfang des Jahres geplant hatten, jedoch erreichen wir damit nicht das Rekordniveau von 350.067 zahlenden Besuchern in 2024.“, erklärt Tierpark Geschäftsführer Sven Eiber.
Eine deutliche Steigerung gab es hingegen bei den Gästen, die den Park mehrmals im Jahr besuchen. Immer mehr Familien investieren nämlich in eine Jahreskarte. Über 3.800 Jahreskarten hat der Park im vergangenen Jahr ausgestellt – 2024 waren es nur knapp 2.200.
Der besucherstärkste Monat war der August. In dem Sommermonat nutzten über 48.000 Besucher die warmen Temperaturen für einen Ausflug in den Hammer Tierpark. Ein Loch in die Besucherstatistik rissen allerdings die verregneten Herbstferien. 

2025 hatte viele positive, aber auch negative Ereignisse

Der Park blickt mit so vielen Besuchern auch erneut auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neben vielen Events, wie den bereits etablierten Tastings oder dem Artenschutztag, feierten auch neue Veranstaltungen Premiere. So gab es die ersten Märchenreisen, bei denen kleine Märchen mit einer Führung durch den Park kombiniert wurden, und die ersten After-Work Abende, die mit Cocktails und DJ-Musik zur Afrikavoliere einluden. Fortsetzungen sind auch für dieses Jahr geplant.
Auch baulich hat sich in 2025 viel im Tierpark Hamm getan: So konnten sich die Gescheckten Bergschafe und Zwergziegen über ein umgestaltetes Gehege mit einem neuen vergrößerten Stall freuen. Eine umgestaltete Anlage erhielten ebenfalls die Wasserböcke und Kronenkraniche. Auch die Zebras und Elenantilopen freuen sich über mehr Platz: als eines der letzten Projekte im vergangenen Jahr wurde die ehemalige Lama-Anlage an die Afrikaanlage angeschlossen. Die Hausyaks gingen ebenfalls nicht leer aus: Auch ihr Gehege wurde umgestaltet – ebenfalls mit einem Vorteil für die Besucher. Der vorherige grüne Zaun wurde gegen einen Holzzaun ausgetauscht. So erhalten die Besucher einen näheren Kontakt zu den Tieren.
Neben viel Nachwuchs sind aber auch einige ganz neue Tierarten in den Tierpark Hamm eingezogen. Dazu gehört beispielsweise ein Pärchen der Trompeterhornvögel. Für einige Wochen lebten zudem einige Gelbbauchunken in Hamm, die im Tierpark gezüchtet wurden. Damit setzte sich der Park zum ersten Mal für ein regionales Artenschutzprojekt ein, da die Gelbbauchunken in Nordrhein-Westfalen stark vom Aussterben bedroht sind. 40 Nachzuchten zählte der Park, die im Anschluss in einem Naturschutzgebiet im Kreis Soest ausgewildert wurden. Für dieses Projekt arbeitete der Park mit der ABU Soest zusammen – eine Fortführung und Ausweitung der Zusammenarbeit ist für das Jahr 2026 fest geplant.
Doch 2025 hatte der Tierpark Hamm auch traurige Neuigkeiten zu vermelden: Zwei Besucherlieblinge sind im hohen Alter verstorben. Im Juni musste sich der Tierpark von Puma Timo verabschieden, der nach einem komplizierten Bruch am Oberarm eingeschläfert werden musste. Im September nahm der Park Abschied vom Borneo-Gibbon Mann Franz, der mit fast 60 Jahren verstorben ist. Seitdem kümmern sich die Tierpfleger noch intensiver um seine ehemalige hoch betagte Partnerin Franziska. 

Neuer Aufsichtsrat für den Tierpark

Die Kommunalwahl im vergangenen Jahr hatte auch Auswirkungen auf den Tierpark Hamm. Es hat sich ein neuer Aufsichtsrat gebildet. Vorsitzende ist nun Theresa von Bischopink (SPD). Neben ihr gehören nun auch Christian Fecke, Jan Ole Trautmann, Robin Berghaus, Jörg Mösgen, Hans-Ulrich Dörfer und Anita Heinemann zum Aufsichtsrat des Tierparks.

2026 bringt neue Bewohner, Events und Bauprojekte in den Tierpark Hamm

In diesem Jahr verfolgt der Tierpark Hamm weiterhin den Plan sich baulich weiterzuentwickeln. So soll in der zweiten Jahreshälfte die ehemalige Nutriaanlage abgerissen werden, um den Bereich an die Wohngemeinschaft der Spornschildkröten, Dik-Diks und Witwenpfeifgänse anzuschließen. Über neue Ställe sollen sich in Zukunft die Guanakos und Tiere am Bauernhof freuen und auch die Fossa-Anlage erhält in diesem Jahr einen neuen, einsehbaren Innenbereich. Eine Baumaßnahme wird bereits seit dem Jahreswechsel umgesetzt: Die große Afrikaanlage wird umgebaut, um Platz für eine ganz neue Tierart zu machen, die im Frühling in Hamm einziehen soll.
Besucher dürfen sich aber auch in diesem Jahr über altbewährte Events, wie den beliebten Tastings, der Märchenreise, dem After-Work, Yoga oder auch den Artenschutztag freuen. Doch auch neue Events sind bereits in Planung. Die geplanten Events und Projekte zeigen: Der Tierpark Hamm entwickelt sich auch im Jahr 2026 kontinuierlich weiter. Nicht nur um für große und kleine Besucher und Besucherinnen ein attraktives Freizeitziel zu sein, sondern auch um die Haltungsbedingungen für seine Bewohner weiterhin zu optimieren.

Frau und Mann stehen vor drei Trampeltieren

Tierpark Hamm schützt sich vor Vogelgrippe

In Hamm gibt es seit den Weihnachtsfeiertagen einen Fall der gefährlichen Geflügelpest. Betroffen ist ein Putenmastbetrieb im Hammer Stadtgebiet. Auch der Tierpark Hamm trifft nun vorbeugende Schutzmaßnahmen. Die Volierender Nachtreiher und der Sittiche sind auf dem Dach mit Planen abgedeckt, außerdem sind diese nicht mehr für Besucher begehbar. Viele andere Vögel befinden sich im Stall und sind nicht immer für Besucher sichtbar. Dazu gehören beispielsweise die Emus und Nandus. Während die Pfauen derzeit im Innengehege der ehemaligen Puma-Anlage leben, sind die Witwenpfeifgänse im Haus der Schildkröten und dort sogar für Besucher erkennbar. 
Dies sind alles vorbeugende Schutzmaßnahmen, um einen Ausbruch der Vogelgrippe im Tierpark Hamm zu vermeiden. Aktuell gibt es im Park selbst keinen positiven Fall - alle Tiere sind gesund.

Hühner in einem überdachten Stall