Tierpark Hamm spendet 10.000 Euro an Artenschutzprojekte

Etwas Wein, Bier, Kaffee oder Gin – zur Abwechslung noch Yoga und zum Abschluss ein Bummel über den Kindertrödelmarkt. All dies konnten die Besucher in diesem Jahr im Tierpark Hamm erleben. Der Tierpark konnte damit den Teilnehmern nicht nur ein ganz besonderes Erlebnis bieten, sondern gleich noch etwas für den Artenschutz tun. Der Tierpark Hamm freut sich, dass in diesem Jahr mehrere qualifizierte Artenschutzprojekte mit insgesamt 10.000,- Euro unterstützt werden können.

Das Zootier des Jahres

Mit der Weingalerie Wöhrle, den Machern des Hammer Gins Herr Keulemann, dem Brauhof Wilshaus, Kaffeefuchs und der Bäckerei Ridder konnte der Tierpark bei verschiedenen Tastings Spenden für die von den deutschen Zooverbänden ins Leben gerufene Aktion „Das Zootier des Jahres“ sammeln. Auch die gesamten Standgebühren des Kindertrödelmarkts, der in diesem Sommer im Tierpark Premiere feierte, werden an dieses Artenschutzprojekt gespendet.
Für den Titel „Zootier des Jahres“ werden Tierarten ausgewählt, deren Bedrohung nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht. Die für das Jahr 2023 gewählten und in Süd- und Mittelamerika vorkommenden Aras verlieren vorrangig aufgrund der Abholzung des Regenwaldes immer weiter ihren Lebensraum.
Mit Spendengeldern aus dieser Aktion werden zurzeit stellvertretend Projekte für den Soldatenara in Ecuador und den Rotohrara in Bolivien unterstützt.

Stiftung Artenschutz

Sportlich erfolgreich waren in diesem Jahr auch zwei Yoga-Einheiten mit anschließendem „Stachelschwein-Füttern“, die der Tierpark Hamm zum ersten Mal zusammen mit der Hammer Yogalehrerin Rabea Kleschnitzki angeboten hat. Die Teilnahmegebühren dieser besonderen Aktion spendet der Tierpark an die Stiftung Artenschutz.
Die Stiftung Artenschutz ist eine Initiative von zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen. Die Stiftung unterstützt verschiedene Projekte, die sich für einen langfristigen Schutz und den Erhalt von bedrohten Tierarten und deren Lebensräume einsetzt. Dort gibt es derzeit unter anderem ein Gibbon-Projekt in Vietnam. Im Tierpark Hamm leben zurzeit zwei verschiedene Gibbon-Arten: Die Borneo Gibbons und Weißhandgibbons.

Artenschutzkarussell für Kinder

Doch nicht nur mit Hilfe der verschiedenen Veranstaltungen konnte der Tierpark Hamm Spenden sammeln. Ein großer Teil der Spendensumme ist durch das Artenschutzkarussell zusammengekommen, welches der Tierpark seit dem Frühjahr betreibt. Das Karussell ist ein grüner Spielpilz, mit dem Kinder fahren können. Mit dem Artenschutzkarussell unterstützt der Tierpark Hamm über das Jahr verteilt gleich mehrere Artenschutzprojekte. Neben dem „Zootier des Jahres“ und der Stiftung Artenschutz wurden im Jahr 2023 auch der Verein „Rettet den Drill“ und die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (kurz ZGAP) finanziell unterstützt.

„Rettet den Drill“ setzt sich für den Erhalt des Drills in seinem natürlichen Lebensraum ein. Dort stehen Zucht- und Auswilderungsprojekte in Nigeria und Kamerun im Fokus. Ebenso besonders unterstützenswert erachtet der Tierpark die Arbeit der Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz. Sie verfolgt das Ziel, besonders die weniger bekannten aber hochbedrohten Tierarten wie z.B. Pustelschweine, Gaviale und Salvadori-Weißohrsittiche und deren Lebensräume zu schützen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr namhafte Artenschutzprojekte finanziell unterstützen können“ freut sich Tierpark-Direktor Sven Eiber. „Artenschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben einer Zoologischen Einrichtung und unser Ziel muss es sein, die Anstrengungen diesbezüglich in Zukunft noch weiter zu intensivieren. Es spielt keine Rolle, ob es regionale Projekte vor der eigenen Haustür oder Projekte zur Arterhaltung in den entlegensten Teilen der Welt sind – jeder Euro, der dem Artenschutz dient, ist gut angelegt und wichtig zur Erhaltung der Biodiversität. Als kleinere Zoologische Einrichtung sind wir froh, dass wir z.B. mit der Stiftung Artenschutz und der ZGAP seriöse Partner an der Seite haben, die sich intensiv und erfolgreich um die Auswahl und das Monitoring verschiedenster Projekte z.B. in Indonesien oder Madagaskar kümmern. Unser Ziel muss es sein, den Besuchern die von uns unterstützten Projekte im Tierpark näherzubringen und Jung und Alt für den Artenschutz zu begeistern.“

Durch die gesamten Spenden in diesem Jahr gehen 3.500€ an das Zootier des Jahres, 2.500€ an die ZGAP, 2.500€ an die Stiftung Artenschutz und 1.500€ an Rettet den Drill e.V.. Der Tierpark Hamm bedankt sich bei den Veranstaltungspartnern für die Unterstützung und die Besucher des Tierparks in diesem Jahr, die diese Spende erst ermöglicht haben.

Viele Kürbisse für die Tiere im Tierpark Hamm

Zur Herbstzeit gehören Kürbisse. Besonders kurz vor Halloween sieht man sie mit gruseligen Gesichtern vor vielen Haustüren stehen. Kürbisse kommen aber nicht nur als Deko sehr gut an, sie sind auch ein tolles Futtermittel für unsere Tiere. So haben am Sonntag, den 29. Oktober, Kinder zusammen mit ihren Eltern zunächst Kürbisse ausgehöhlt und mit lustig-gruseligen Gesichtern versehen.

Danach wurden die Kürbisse mit passenden Futter für unsere Tiere befüllt. So haben die Mäuse, Lemuren oder auch die Stachelschweine viel Gemüse bekommen. Für den Fossa gab es viel Fleisch und für die Erdmännchen und Weißrüsselnasenbären Mehlwürmer. Nach dem Basteln wurden die gestalteten Kürbisse dann an die Tiere verfüttert.

Nachwuchs bei den Vorwerkhühnern

Es gibt den nächsten niedlichen Nachwuchs im Tierpark: Wir freuen uns ganz besonders über Küken bei den Vorwerkhühnern. Der letzte Nachwuchs dort ist schon viele Jahre her. Zurzeit sind die Küken mit ihrer Mutter im sicheren Stall. In einigen Wochen könnt ihr sie aber auch draußen im Park sehen. Dort laufen sie meistens im Bereich des Spielplatzes herum.

Vorwerkhühner - eine Bedrohte Haustierrasse

Vorwerkhühner gehören zu den bedrohten Haustierrassen. Noch vor einigen Jahren waren sie stark gefährdet. Zuletzt konnte die Population aber aufgestockt werden, sodass sie nicht mehr den Status "stark gefährdet haben". Vorwerkhühner stehen aber weiterhin unter Beobachtung.