Der Plumploris e.V. setzt sich für den Schutz des kleinen Primaten aus den Wäldern Süd- und Südostasien ein. Die Zerstörung des natürlichen Lebensraum, die Ausbeutung für traditionelle Medizin und illegaler Wildtierhandel sind die Hauptprobleme, die zur Ausrottung des Plumploris führen. Der Verein macht auf diese Gefährdung aufmerksam. Mit Spendengeldern soll u.a. die Aufklärungsarbeit vor Ort, Rehabilitationsmaßnahmen und Forschungsprojekte unterstützt werden. Dafür arbeitet der Verein primär mit dem Indonesian Species Conservation Program (ISCP) zusammen, das beschlagnahmte Tiere in einer Rehabilitationsstation aufnimmt, versorgt und wieder auswildert.

Der Verein Rettet den Drill e.V. setzt sich für die am stärksten bedrohte Primatenart Afrikas ein. In der Natur gibt es nur noch rund 3.000 Drills. Sie kommen nur in Nigeria, Kamerun und auf der Insel Bioko vor. Durch die wachsende Bevölkerung dort, die Jagd durch Wilderer und die Zerstörung des Lebensraumes nehmen die Bestände sogar noch weiter ab. Rettet den Drill e. V. setzt sich daher seit Jahren für Artenschutzprojekte ein, wie z. B. die "Drill Ranch" - eine Quarantäne- und Auswilderungsstation in den Afi Mountains. Bei uns lebt mit dem Mandrill übrigens der nächste Verwandte des Drills.

Die Stiftung Artenschutzist eine Initiative von zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen. Sie setzt sich für einen langfristigen Schutz und den Erhalt von bedrohten Tierarten und deren Lebensräume ein. Die Stiftung folgt dem One Plan Approach, einem Artenschutzkonzept, das ex situ- und in situ- Populationen als gleichwertige Management-Einheiten globaler Metapopulationen anerkennt. Mit den Geldern des Tierparks Hamm wird ein langfristiges Lemurenschutzprojekt auf Madagaskar unterstützt.

Die Zoologische Gesellschaft für Arten und Populationsschutz e. V. (ZGAP) unterstützt wenig bekannte aber dennoch stark gefährdete Tierarten. Während viele über die Bedrohung des Eisbären oder des Großen Pandas informiert sind, gibt es viele Tierarten, die bereits am Rande der Ausrottung stehen. Das Programm zur Erhaltung des philippinischen Prinz-Alfred-Hirsches (Rusa alfredi), die Gründung eines Auffangzentrums für illegal gehaltene und konfiszierte Primaten in Vietnam (EPCR) oder das Schutzprojekt für den südafrikanischen Buschmannhasen (Bunolagus monticularis) wurden von der ZGAP angestoßen und mitfinanziert.

Bei dem Artenschutzprojekt “Zootier des Jahres” wird jedes Jahr ein Tier in den Fokus gerückt, um auf die starke Bedrohung aufmerksam zu machen. Ein Jahr lang wurden bereits bedrohte Tierarten, wie der Gecko, Gibbon, Ara oder auch das Gürteltier genauer vorgestellt. Im Jahr 2026 ist es der Kronenkranich. Die Kronenkranichbestände sind in vielen Regionen Afrikas seit Jahren zurückgegangen. Die Zahl der Kronenkraniche nahm etwa in Ostafrika in den letzten 40 Jahren um 80% ab. In Tansania, gut drei Mal so groß wie Deutschland, leben nur noch ca. 2.000 Vögel.
