Weißschwanzgnus ziehen in den Tierpark Hamm ein

In den vergangenen Monaten hat der Tierpark Hamm ein Geheimnis gehegt, das nun gelüftet wurde. Eine ganz neue Tierart ist in den Tierpark eingezogen: Eine Gruppe von Weißschwanzgnus! Ein Bulle und drei Kühe sind bereits am Dienstagabend im Hammer Süden angekommen. Sie kommen aus dem Zoo von Posen in Polen. Im Rahmen des Erhaltungszuchtprogrammes für diese Gnu-Art sind die vier Tiere nach Hamm gekommen. 
„Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des Europäisches Erhaltungszuchtprogramms die neue Tierart bei uns aufnehmen dürfen und so zum Arterhalt beitragen dürfen.“, sagt Zoodirektor Sven Eiber.

Weißschwanzgnus galten als fast ausgestorben

Die Weißschwanzgnus sind in der Natur im südlichen Afrika beheimatet. Anfang des 20. Jahrhunderts galten sie jedoch als fast ausgestorben. Rund 500 Tiere lebten nur noch auf zwei Wildtierfarmen in Südafrika. Durch Schutzmaßnahmen auf Farmen in Südafrika und Namibia konnte die Art gerettet werden. 
Durch die nur lokale Verbreitung in den beiden südlichen Ländern Afrikas ist die Art jedoch weiterhin sehr anfällig für Seuchenausbrüche und Naturkatastrophen, wie beispielsweise eine Dürre. „Um diese Gnus auch in so einem Notfall noch zu retten, ist eine Reservepopulation sinnvoll.“, erklärt Eiber.
Aktuell gelten Weißschwanzgnus als nicht gefährdet. Die Hornträger können eine Schulterhöhe von rund 120 Zentimetern erreichen und 130 Kilo schwer werden. Ihre Hörner können eine Länge von 67 Zentimetern erlangen. 

Haltung ist einmalig in NRW

Weißschwanzgnus sind in deutschen Zoos sehr selten. Neben dem Tierpark Hamm ist die Gnuart nur im Serengeti-Park in Hodenhagen anzutreffen. In Nordrhein-Westfalen ist Hamm somit die einzige zoologische Einrichtung, die den Weißschwanzgnus ein neues Zuhause gibt.
Aktuell leben die Gnus auf der Afrikaanlage getrennt von den Zebras und Elenantilopen. In Zukunft ist jedoch eine Vergesellschaftung der drei afrikanischen Arten geplant. Eine solche Vergesellschaftung von Tierarten, die sich auch in der Natur einen ähnlichen Lebensraum teilen, stellt eine Bereicherung dar. Die Tiere beschäftigen sich nicht nur mit ihren Artgenossen, sondern interagieren auch vielfältig mit den anderen Arten.

Weißschwanzgnu guckt in Kamera

Tierpark Hamm als "Echter Hammer" ausgezeichnet

Der Tierpark Hamm ist ein “Echter Hammer”. Das wurde nun offiziell ausgezeichnet. Zum wiederholten Male freut sich der Tierpark über die Auszeichnung “Echter Hammer Betrieb”. Ausgezeichnet wurde der Park von der Stadt Hamm, die Unternehmen nach einem Auswahlverfahren prämiert. 

Urkunde "Echte Hammer" liegt im Gras vor der Lemureninsel

Märchenreise durch den Tierpark Hamm mit neuem Programm

Es gibt wieder zauberhafte Märchenreisen durch den Tierpark Hamm. Das Event für Groß und Klein steht auch dieses Jahr im Veranstaltungskalender: am 30. April, 2. Juli und 10. September 2026. Gemeinsam mit der ausgebildeten Märchenerzählerin „Frau Märchen“ (alias Dr. med. Katja Kaufmann) wurde dafür ein ganz frisches Programm erstellt.

Gleiches Konzept – neue Märchen

Der bekannte Ablauf der Märchenreise bleibt grundsätzlich bestehen: Los geht es um 18 Uhr am Picknickplatz im Tierpark. Im Rahmen der 90-minütigen Führung trägt Frau Märchen an verschiedenen Stationen ihre fantasievollen Geschichten vor, die auch dieses Jahr wieder einen Bezug zu den tierischen Bewohnern haben.  Die Route durch den Park ist allerdings eine andere als 2025, es gibt neue Märchen zu hören und andere Tiere zu sehen. Als Highlight können die Teilnehmer auch wieder einige von ihnen füttern. 

Eintritt fällt zusätzlich an

Die Teilnahme an der Märchenreise kostet 15 Euro für alle Interessierten von 4 bis 99 Jahren. Eine Brezel und ein Kaltgetränk sind inklusive. Der Eintritt wird separat an der Tierpark-Kasse bezahlt, die Teilnehmer können sich also schon vor der Führung im Park aufhalten. Jahreskarten behalten für die Veranstaltung ihre Gültigkeit. Die Anmeldung ist über den Online-Shop möglich. 

 

Eine Frau erzählt Märchen vor Kindern